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7. Juni 2026Rezession
7. Juni 2026Was ist Inflation?
Inflation bezeichnet den allgemeinen, anhaltenden Anstieg des Preisniveaus in einer Volkswirtschaft – oder äquivalent: den Rückgang der Kaufkraft des Geldes. Wenn die Inflationsrate 3 Prozent beträgt, kauft man für denselben Geldbetrag nach einem Jahr nur noch Waren und Dienstleistungen im Wert von 97 Prozent des Vorjahrespreises. Für Anleger ist Inflation ein oft unterschätztes Risiko: Nicht der nominale Verlust des Depots ist das Hauptproblem, sondern der schleichende Verlust der realen Kaufkraft.
Wie wird Inflation gemessen?
In Deutschland misst das Statistische Bundesamt die Inflation durch den Verbraucherpreisindex (VPI) – einen gewichteten Warenkorb aus Gütern und Dienstleistungen, die private Haushalte typischerweise konsumieren. In der Eurozone ist der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) das maßgebliche Maß. Die EZB hat das Ziel, die Inflation mittelfristig bei 2 Prozent zu halten.
Was bedeutet Inflation für Anleger?
Für Anleger ist die reale Rendite – die Rendite nach Abzug der Inflation – die entscheidende Größe. Eine nominale Rendite von 4 Prozent bei einer Inflation von 3 Prozent bedeutet eine reale Rendite von nur 1 Prozent. Kapital, das gar keine Rendite erwirtschaftet, verliert real jedes Jahr an Kaufkraft.
Verschiedene Anlageklassen schützen unterschiedlich gut gegen Inflation:
- Aktien: Langfristig bester Inflationsschutz – Unternehmen können steigende Kosten an Kunden weitergeben und nominal wachsen
- Immobilien: Mieten und Immobilienwerte steigen tendenziell mit der Inflation
- Rohstoffe (Gold): Klassischer Inflationsschutz – aber mit hoher Volatilität
- Nominalanleihen: Schlechter Inflationsschutz – fester Kupon verliert real an Wert
- Inflationsindexierte Anleihen: Speziell für Inflationsschutz konzipiert – Kupon und Rückzahlung steigen mit der Inflation
Hyperinflation und ihre Lehren
Die deutsche Hyperinflation von 1923 und die Hochinflation der 1970er Jahre haben gezeigt, welche verwüstenden Auswirkungen unkontrollierte Inflation auf Ersparnisse haben kann. Diese historischen Erfahrungen erklären, warum Preisstabilität als Ziel der EZB im deutschen Bewusstsein besonders verankert ist.
Inflation ist ein stiller Feind des Vermögens: Sie zerstört Kaufkraft, ohne Schlagzeilen zu machen. Bei HPM ist der reale Kapitalerhalt – nicht nur der nominale – ein zentrales Ziel der Vermögensverwaltung. Deshalb investieren wir für langfristig orientierte Mandate konsequent in Sachwerte wie Aktien, die historisch den besten Schutz gegen Kaufkraftverlust geboten haben.
