Einkaufsmanagerindex (PMI)
9. Juni 2026ZEW-Konjunkturerwartungen
9. Juni 2026Was ist der ifo-Geschäftsklimaindex?
Der ifo-Geschäftsklimaindex ist der meistbeachtete Frühindikator für die Konjunktur in Deutschland. Er wird monatlich vom ifo Institut für Wirtschaftsforschung in München auf Basis einer Umfrage unter rund 9.000 Unternehmen aus Industrie, Bauwirtschaft sowie Groß- und Einzelhandel erhoben und erscheint in der letzten Woche des jeweiligen Monats.
Wie berechnet sich der Index?
Der ifo-Geschäftsklimaindex setzt sich aus zwei Teilindizes zusammen:
- Aktuelle Geschäftslage: Beurteilung der gegenwärtigen Unternehmenssituation (gut / befriedigend / schlecht)
- Geschäftserwartungen: Einschätzung der Entwicklung in den nächsten sechs Monaten (günstiger / gleich / ungünstiger)
Das geometrische Mittel beider Salden ergibt den Klimawert. Im sogenannten ifo-Konjunkturkompass wird die aktuelle Lage auf der x-Achse und die Erwartungen auf der y-Achse abgetragen – so lassen sich die vier Konjunkturphasen (Boom, Abschwung, Rezession, Erholung) visuell ableiten.
Bedeutung für den Kapitalmarkt
Empirisch zeigt sich eine ausgeprägte Korrelation zwischen der Richtungsänderung des ifo-Geschäftsklimaindex und der mittelfristigen DAX-Performance. Besondere Beachtung verdienen Trendwenden in der Erwartungskomponente, da diese die Richtung des Index oft früher anzeigen als der Gesamtwert.
ifo-Konjunkturkompass: Vier Wirtschaftsphasen
Abschwung
gut / fallend
Boom
gut / steigend
Rezession
schlecht / fallend
Erholung
schlecht / steigend
−
+
+
−
← Lage | Erwartungen ↕
Index-Aufbau
Geschäftsklima = √(Lage × Erwartungen)
Aktuelle Lage
Erwartungen
~9.000 Unternehmen befragt
Industrie · Bau · Handel
Der ifo-Index gilt als verlässlicher Frühindikator für den deutschen Aktienmarkt. HPM verfolgt die monatliche Veröffentlichung als festen Bestandteil des Kapitalmarktmonitorings. Trendwenden im Erwartungsindex – insbesondere ein Umschlag von fallend auf steigend – sind historisch aussagekräftige Signale für eine beginnende Konjunkturerholung und können eine Aufstockung zyklischer Positionen begründen.
