Erzeugerpreisindex (PPI)
9. Juni 2026ifo-Geschäftsklimaindex
9. Juni 2026Was ist der Einkaufsmanagerindex?
Der Einkaufsmanagerindex (PMI, Purchasing Managers‘ Index) ist ein monatlich erhobener Diffusionsindex, der auf Umfragen unter Einkaufsleitern großer Unternehmen basiert. Er gilt als einer der zuverlässigsten und zeitnähesten Frühindikatoren für die wirtschaftliche Aktivität. Der entscheidende Schwellenwert ist 50: Ein Wert darüber signalisiert Expansion gegenüber dem Vormonat, ein Wert darunter Kontraktion.
Wie setzt sich der PMI zusammen?
Der PMI aggregiert fünf gewichtete Komponenten aus der monatlichen Unternehmensumfrage:
- Neuaufträge (30 %): Wichtigste Einzelkomponente – Vorlaufwirkung für künftige Produktion
- Produktion (25 %): Aktuelle Outputentwicklung
- Beschäftigung (20 %): Personalaufbau oder -abbau
- Lieferzeiten (15 %): Engpässe bei Zulieferern als Kapazitätssignal
- Lagerbestand (10 %): Vorratsaufbau oder -abbau
Welche PMI-Serien gibt es?
Veröffentlicht werden getrennte Indizes für das verarbeitende Gewerbe (Manufacturing PMI) und den Dienstleistungssektor (Services PMI) sowie ein gewichtetes Composite. Als Flash-Schätzung erscheinen die Werte bereits gegen Monatsende des Erhebungsmonats – deutlich früher als BIP oder Industrieproduktionsdaten. Führende Anbieter sind S&P Global für den globalen Vergleich und das ISM für die USA.
Der PMI ist einer der wichtigsten Echtzeitindikatoren im HPM-Kapitalmarktmonitor. Märkte reagieren sensibel auf Abweichungen vom Konsens – insbesondere wenn die 50er-Marke über- oder unterschritten wird oder wenn divergierende Entwicklungen zwischen Industrie- und Dienstleistungs-PMI auf sektorale Verschiebungen hindeuten. HPM nutzt den PMI u. a. als Eingangsparameter für die taktische Sektorallokation im Sectorixx-Modell.
