Ehrbarer Kaufmann
7. Juni 2026Bruttoinlandsprodukt (BIP)
9. Juni 2026Was bedeutet Unabhängigkeit in der Vermögensverwaltung?
Unabhängigkeit in der Vermögensverwaltung bedeutet: Die Interessen des Mandanten stehen immer an erster Stelle – ohne Einfluss durch Eigenprodukte, Vertriebsziele, Provisionsanreize oder externe Eigentümer. Ein unabhängiger Vermögensverwalter gehört niemandem außer sich selbst (und seinen Partnern) – er ist weder Teil einer Bank noch eines Konzerns, weder Produktverkäufer noch Vermittler. Er ist Treuhänder.
Diese Definition klingt einfach. In der Praxis ist sie anspruchsvoll: Sie erfordert die konsequente Ablehnung kurzfristiger Einnahmen (Provisionen, Kickbacks), die Bereitschaft, auch unbequeme Wahrheiten auszusprechen (wenn ein Mandant unrealistische Erwartungen hat), und die Disziplin, langfristig zu denken statt quartalsweise zu optimieren.
Unabhängigkeit als Geschäftsmodell
Unabhängigkeit ist bei HPM nicht nur ein Wert, sondern ein Geschäftsmodell. Die Konsequenzen sind konkret und messbar: Keine Zuwendungen von Dritten, keine eigenen Produkte, keine internen Vertriebsziele. Die einzige Einnahmequelle: das direkt vom Mandanten bezahlte Honorar. Das aligniert die Interessen von Verwalter und Mandant vollständig – was dem Mandanten nützt, nützt dem Verwalter.
Warum ist Unabhängigkeit so wichtig?
Die Geschichte der Finanzbranche ist reich an Beispielen dafür, was passiert, wenn Interessenkonflikte unkontrolliert wirken: Miss-Selling, überteuerte Produkte, verdeckte Provisionen, kurzsichtige Beratung. MiFID II hat versucht, durch Transparenzpflichten und Provisionsregeln gegenzusteuern – aber Regulierung allein kann Interessenkonflikte nicht eliminieren. Nur ein Geschäftsmodell, das sie strukturell ausschließt, kann das.
Unabhängigkeit als tägliche Entscheidung
Unabhängigkeit ist keine einmalige Entscheidung bei der Gründung eines Unternehmens. Sie ist eine tägliche Entscheidung – in jeder Produktauswahl (Kaufen wir den besten ETF, nicht den mit der höchsten Kickback-Zahlung?), in jeder Beratung (Sagen wir dem Mandanten, was er hören möchte, oder was er hören muss?) und in jeder strategischen Entscheidung (Bleiben wir unabhängig, auch wenn eine Übernahme attraktiv erschiene?). Diese täglich gelebte Unabhängigkeit ist das eigentliche Fundament des Vertrauens.
Unabhängigkeit ist das Fundament, auf dem HPM seit 1987 arbeitet. Es ist unser wichtigstes Versprechen an unsere Mandanten – und unsere wichtigste Verpflichtung an uns selbst. In einer Branche, in der Interessenkonflikte strukturell tief verwurzelt sind, ist echte Unabhängigkeit ein seltenes Gut. Wir sind stolz darauf, es zu sein – und wir arbeiten jeden Tag daran, es zu bleiben.
