Geldmarktfonds
7. Juni 2026Wandelanleihe
7. Juni 2026Was ist ein strukturiertes Produkt?
Strukturierte Produkte sind von Banken emittierte Wertpapiere, die aus einer Kombination verschiedener Finanzinstrumente bestehen – typischerweise eine Anleihe (für die Kapitalschutzkomponente) kombiniert mit einem oder mehreren Derivaten (für das spezifische Auszahlungsprofil). Sie ermöglichen die Konstruktion von Anlagen mit maßgeschneiderten Risiko-Rendite-Profilen, die mit einfachen Standardinstrumenten nicht erreichbar wären. Strukturierte Produkte sind keine Sondervermögen – sie sind Schuldverschreibungen der emittierenden Bank und unterliegen dem Emittentenrisiko.
Welche Arten strukturierter Produkte gibt es?
- Kapitalschutzprodukte: Garantieren am Laufzeitende einen Teil des eingesetzten Kapitals (z.B. 90 oder 100 Prozent), dafür begrenzte oder keine Partizipation an Kursgewinnen
- Renditeoptimierungsprodukte (z.B. Discount-Zertifikate): Kauf des Basiswerts mit Rabatt, dafür Begrenzung des maximalen Gewinns (Cap)
- Partizipationsprodukte: 1:1 oder gehebelte Teilnahme an der Wertentwicklung des Basiswerts
- Hebelprodukte: Stark gehebelte Instrumente für kurzfristige Spekulation – für langfristige Anlage ungeeignet
Was sind die Hauptkritikpunkte an strukturierten Produkten?
Strukturierte Produkte stehen aus mehreren Gründen in der Kritik: Das Emittentenrisiko ist für viele Anleger schwer verständlich und wird oft unterschätzt. Die Kostenstruktur ist häufig intransparent – Margen der Bank und Vertriebsprovisionen sind im Produktpreis eingebettet und für den Anleger kaum quantifizierbar. Die Komplexität der Auszahlungsprofile überfordert die Risikoeinschätzungsfähigkeit der meisten Privatanleger. Und die Liquidität kann eingeschränkt sein, da der Sekundärmarkt von der emittierenden Bank gestellt wird, die auch den Preis setzt.
HPM setzt strukturierte Produkte sehr selektiv ein – und wenn, dann ausschließlich einfache, transparente Strukturen wie Discount-Zertifikate mit klar definierten Auszahlungsprofilen. Komplexe Strukturen mit mehreren Hebeln, Barrieren oder schwer verständlichen Auszahlungsformeln lehnen wir ab. Bei jedem Einsatz wird das Emittentenrisiko sorgfältig bewertet: Nur bonitätsstarke Emittenten kommen in Frage, und die Position wird im Portfoliokontext limitiert. Der Grundsatz bleibt: Sondervermögen geht vor – strukturierte Produkte sind Ergänzung, nie Kern.
