OECD Composite Leading Indicator (CLI)
9. Juni 2026Stagflation
9. Juni 2026Was ist eine Rezession?
Eine Rezession bezeichnet einen signifikanten, über mehrere Monate anhaltenden Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität einer Volkswirtschaft. Die am häufigsten zitierte technische Definition – zwei aufeinanderfolgende Quartale mit negativem BIP-Wachstum – ist einfach handhabbar, aber nicht die offiziell bindende. In den USA ist das National Bureau of Economic Research (NBER) die offizielle Instanz zur Datierung von Rezessionen und verwendet eine breitere Definition, die neben dem BIP auch Beschäftigung, Einkommen, Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze einbezieht.
Welche Schweregrade gibt es?
Rezessionen unterscheiden sich erheblich in Dauer, Tiefe und Breite:
- Milde Rezession: Kurze Dauer von 2–4 Quartalen, BIP-Rückgang von 1–2 %, schnelle Erholung (z. B. 2001)
- Schwere Rezession: Persistenter Abschwung über mehrere Quartale, BIP-Rückgang von 3–5 % (z. B. 2008/09)
- Depression: Außergewöhnlich tiefer und langanhaltender Einbruch, BIP-Rückgang über 10 % (z. B. 1929–1933)
Rezession und Kapitalmarkt
Kapitalmärkte antizipieren Rezessionen in der Regel – Aktienmarktcorrektionen setzen typischerweise 6–9 Monate vor dem offiziellen Rezessionsbeginn ein. Die frühzeitige Erkennung über Frühindikatoren wie PMI, Zinskurve und Sahm-Regel ist daher für die taktische Asset Allocation bedeutsamer als die offizielle Rezessionsdatierung selbst.
Rezession
Boom
Abschwung
Trog
Erholung
Trend
Konjunkturzyklus (stilisiert)
Rezessionen werden von Kapitalmärkten in der Regel antizipiert – Aktienmarktcorrektionen setzen typischerweise 6–9 Monate vor dem offiziellen Rezessionsbeginn ein. Für HPM ist die frühzeitige Erkennung über Frühindikatoren wie PMI, Zinskurve und Sahm-Regel daher bedeutsamer als die offizielle Datierung. Im Rezessionsszenario präferiert HPM defensive Sektoren, kürzere Durationen und eine erhöhte Cashquote.
