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7. Juni 2026Kickback / Rückvergütung
7. Juni 2026Was ist eine Performance Fee?
Eine Performance Fee – auf Deutsch: Erfolgsgebühr oder erfolgsbezogene Vergütung – ist eine zusätzliche Vergütung, die ein Fondsmanager oder Vermögensverwalter erhält, wenn die erzielte Rendite eine definierte Schwelle überschreitet. Sie ergänzt die reguläre Verwaltungsgebühr und soll Anreize für überdurchschnittliche Leistung setzen: Wer mehr verdient, verdient auch mehr. Klingt gerecht – hat in der Praxis aber erhebliche Tücken.
Wie wird die Performance Fee berechnet?
Performance Fees haben unterschiedliche Strukturen:
- Hurdle Rate: Die Performance Fee greift erst, wenn eine Mindestrendite (z. B. 5 Prozent oder eine Benchmark wie der MSCI World) übertroffen wird.
- High Water Mark: Die Fee wird nur auf neue Höchststände berechnet – ein Verlust muss erst wieder aufgeholt werden, bevor eine neue Fee anfällt.
- Catch-up: In manchen Strukturen erhält der Manager nach Überschreitung der Hurdle Rate überproportional viel, bis er auf das vereinbarte Fee-Niveau aufgeholt hat.
Typische Performance-Fee-Sätze liegen zwischen 10 und 20 Prozent der Outperformance gegenüber der Hurdle Rate.
Was sind die Probleme mit Performance Fees?
Performance Fees sind umstritten, weil sie Fehlanreize setzen können. Ein Manager mit einer Performance Fee neigt möglicherweise dazu, höhere Risiken einzugehen – nach oben partizipiert er überproportional, nach unten trägt er das Risiko nicht mit. Zudem sind Performance Fees oft asymmetrisch: Der Manager profitiert von Gewinnen, leidet aber nicht proportional bei Verlusten. Schließlich sind viele Performance-Fee-Strukturen komplex und für Anleger schwer zu durchdringen.
Performance Fee vs. feste Vergütung
Befürworter argumentieren: Performance Fees alignieren die Interessen von Manager und Anleger. Kritiker halten dagegen: Eine feste, transparente Verwaltungsgebühr mit langfristiger Kundenorientierung schafft stärkere Interessengleichheit als eine kurzfristige Erfolgsanreizierung.
Bei HPM ist die Grundlage jedes Mandats die transparente, individuell vereinbarte Verwaltungsgebühr. In bestimmten Mandatsstrukturen sind wir grundsätzlich offen, ergänzend eine Performance Fee zu vereinbaren – sofern dies dem Mandanten gegenüber fair, klar strukturiert und mit einer angemessenen Hurdle Rate sowie einer High Water Mark ausgestaltet ist. Ob eine Performance Fee sinnvoll ist, hängt von der individuellen Mandatssituation ab und wird stets gemeinsam mit dem Mandanten besprochen.
