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7. Juni 2026Was ist Impact Investing?
Impact Investing bezeichnet Kapitalanlagen, die explizit das Ziel verfolgen, neben einer finanziellen Rendite auch eine messbare, positive gesellschaftliche oder ökologische Wirkung zu erzielen. Der entscheidende Unterschied zu ESG-Integration oder nachhaltigen Fonds: Beim Impact Investing ist die Wirkung nicht ein Nebenprodukt, sondern ein gleichrangiges Ziel – und sie muss messbar und nachweisbar sein. Das Prinzip lautet: Additionality – die Investition bewirkt etwas, das ohne sie nicht entstanden wäre.
In welchen Bereichen findet Impact Investing statt?
- Erneuerbare Energien: Direkte Finanzierung von Solar-, Wind- oder Wasserkraftprojekten
- Sozialer Wohnungsbau: Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum in Ballungsräumen
- Mikrofinanz: Kredite für Kleinstunternehmer in Entwicklungsländern
- Gesundheit und Bildung: Finanzierung von Gesundheitsversorgung und Bildungsinfrastruktur in unterversorgten Regionen
- Nachhaltige Landwirtschaft: Förderung regenerativer Anbaumethoden und Ernährungssicherheit
- Green Bonds / Social Bonds: Anleihen, deren Erlöse zweckgebunden für ökologische oder soziale Projekte eingesetzt werden
Wie wird Wirkung gemessen?
Die Messung von Impact ist die zentrale Herausforderung des Bereichs. Gängige Rahmenwerke sind die UN Sustainable Development Goals (SDGs) als Zielreferenz, das IRIS+-Framework des Global Impact Investing Network (GIIN) für standardisierte Wirkungsindikatoren und TCFD (Task Force on Climate-related Financial Disclosures) für klimabezogene Berichterstattung. Die Qualität des Impact-Reportings variiert stark – von detaillierten, auditierten Berichten bis zu vagen Absichtserklärungen.
Rendite vs. Wirkung – ein Widerspruch?
Frühe Impact-Investments wurden oft mit Renditeabstrichen verbunden – Kapital wurde bewusst zu günstigen Konditionen für gesellschaftliche Zwecke bereitgestellt (Concessionary Capital). Heute zeigen Evidenz und Praxis, dass Impact Investing und marktgerechte Renditen keine Gegensätze sein müssen – besonders in Bereichen wie erneuerbaren Energien, wo die Wirtschaftlichkeit zunehmend aus sich heraus stimmt.
HPM beobachtet die Entwicklung des Impact Investing aufmerksam. Für Mandanten mit einem konkreten Wirkungsanspruch – etwa Stiftungen oder Anleger mit klaren gesellschaftlichen Zielen – prüfen wir geeignete Instrumente. Der Markt reift; die Qualität des Impact-Reportings wird besser. Für den breiten Mandantenstamm ist ESG-Integration derzeit der pragmatischere Weg.
