ZEW-Konjunkturerwartungen
9. Juni 2026Verbrauchervertrauen Universität Michigan
9. Juni 2026Was ist der GfK-Konsumklimaindex?
Der GfK-Konsumklimaindex misst die Konsumneigung und Stimmung der deutschen Bevölkerung auf Basis von monatlich rund 2.000 repräsentativen Interviews. Er wird von der GfK in Kooperation mit dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen erhoben und erscheint üblicherweise einen Monat im Voraus – der im Januar veröffentlichte Wert prognostiziert also das Konsumklima für Februar.
Aus welchen Komponenten besteht er?
Der Index aggregiert drei Subindizes:
- Konjunkturerwartung: Wie schätzen die Befragten die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands ein?
- Einkommenserwartung: Erwarten die Haushalte steigende oder sinkende verfügbare Einkommen?
- Anschaffungsneigung: Ist jetzt ein guter Zeitpunkt für größere Anschaffungen?
Da der private Konsum rund 55 % des deutschen BIP ausmacht, ist der GfK-Konsumklimaindex ein wichtiger Frühindikator für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.
Bedeutung für Sektorallokation
Ein nachhaltiger Rückgang der Anschaffungsneigung ist ein frühes Warnsignal für eine Abkühlung der Binnennachfrage. Besonders betroffen sind zyklische Branchen wie Automobil, Elektronik und Einzelhandel.
Der GfK-Index ist für HPM insbesondere bei der Einschätzung konsumnaher Sektoren relevant. Ein anhaltend negatives Konsumklima kann eine Untergewichtung zyklischer Konsumgüteraktien (Consumer Discretionary) und eine Übergewichtung defensiver Konsumgüter (Consumer Staples) begründen. HPM beobachtet den Index als Ergänzung zu den unternehmensbasierten Indikatoren ifo und PMI.
