Anlagehorizont
7. Juni 2026Family Office
7. Juni 2026Was ist Vermögensnachfolge?
Vermögensnachfolge bezeichnet die geplante, strukturierte Übertragung von Vermögen auf die nächste Generation – zu Lebzeiten durch Schenkungen oder nach dem Tod durch Erbschaft. Eine vorausschauende Nachfolgeplanung berücksichtigt steuerliche Aspekte (Nutzung von Freibeträgen, Minimierung der Erbschaftsteuer), rechtliche Aspekte (Testament, Erb- und Pflichtteilsrecht), familiäre Verhältnisse (mehrere Kinder, Patchwork-Familien, besondere Bedürfnisse einzelner Begünstigter) sowie die eigene Versorgung im Alter.
Warum ist frühzeitige Planung so wichtig?
Zwei Gründe sprechen für eine frühe Auseinandersetzung mit dem Thema. Erstens: Steuerliche Optimierung erfordert Zeit. Die Erbschaftsteuer-Freibeträge können alle 10 Jahre genutzt werden – wer spät beginnt, verschenkt Potenzial. Zweitens: Im Erbfall herrscht oft emotionaler Stress, der rationale Entscheidungen erschwert. Klare Regelungen – durch Testament, Schenkungsverträge oder Unternehmensstrukturen – vermeiden Konflikte und sorgen für geordnete Abläufe.
Welche Instrumente gibt es?
- Testament: Grundlegend – legt fest, wer was erbt und setzt Pflichtteilsansprüche unter bestimmten Bedingungen außer Kraft
- Schenkung zu Lebzeiten: Nutzung der Freibeträge alle 10 Jahre für steuerfreie Übertragungen
- Nießbrauchsvorbehalt: Schenkung unter Vorbehalt des Nutzungsrechts – das Vermögen wird übertragen, die Erträge verbleiben beim Schenker
- Familiengesellschaft (GmbH & Co. KG): Bündelung von Vermögen in einer Gesellschaft ermöglicht steuerlich günstige Übertragungen von Anteilen
- Stiftung: Dauerhafter Schutz des Vermögens vor Zersplitterung und Übertragung an Nachkommen
HPM betrachtet Vermögensnachfolge als integralen Bestandteil ganzheitlicher Vermögensverwaltung. Wir führen das Gespräch – und bringen die richtigen Experten (Notar, Erbrechtsanwalt, Steuerberater) an den Tisch. Das verwaltete Portfolio wird in die Gesamtstrategie eingebettet: Welche Teile sollen wann übertragen werden? Was muss liquide bleiben? Wie wirken sich Schenkungen auf die Portfoliostruktur aus?
