Wandelanleihe
7. Juni 2026Depotbank
7. Juni 2026Was ist ein Wertpapierdepot?
Ein Wertpapierdepot ist ein spezielles Konto bei einer Bank oder Depotbank, auf dem Wertpapiere – Aktien, Anleihen, Fondsanteile, ETFs – elektronisch verwahrt werden. Das Depot ist das zentrale Instrument der Wertpapieranlage: Alle Käufe, Verkäufe und Ertragsausschüttungen werden über es abgewickelt. Im Gegensatz zu einem Bankkonto, auf dem Geldguthaben verwahrt werden, enthält das Depot Wertpapiere als eigenständige Vermögenswerte.
Entscheidend zu verstehen: Das Depot gehört stets dem Anleger – auch wenn ein Vermögensverwalter eine Handelsvollmacht besitzt. Die Vollmacht ermächtigt den Verwalter, Transaktionen durchzuführen, begründet aber kein Miteigentum. Der Mandant sieht jederzeit alle Positionen und Transaktionen, kann sein Depot jederzeit bei einer anderen Depotbank eröffnen und das Mandat kündigen.
Was ist der Unterschied zwischen Depot und Konto?
Depot und Konto ergänzen sich im täglichen Betrieb: Das Konto (Verrechnungskonto) hält die Liquidität – das Geld, das für Käufe bereitsteht oder aus Verkäufen eingeht. Das Depot hält die Wertpapiere. Bei jedem Kauf fließt Geld vom Konto ins Depot (Gegenwert der gekauften Wertpapiere); bei jedem Verkauf fließt Geld aus dem Depot auf das Konto. Dividenden und Zinsen werden ebenfalls auf dem Konto gutgeschrieben.
Was schützt das Depot bei Insolvenz?
Wertpapiere im Depot sind gesetzlich als Sondervermögen klassifiziert. Das bedeutet: Sie fallen weder bei Insolvenz des Vermögensverwalters noch bei Insolvenz der Depotbank in die Insolvenzmasse – sie gehören dem Anleger. Im Gegensatz dazu sind Kontoguthaben nur durch die Einlagensicherung (bis 100.000 Euro) geschützt und sind bei Insolvenz der Bank Forderungen gegen die Insolvenzmasse.
Wie wähle ich die richtige Depotbank?
Für Mandanten von Vermögensverwaltern ist die Wahl der Depotbank oft Teil der Beratungsleistung. Entscheidungskriterien sind Kosten (Depotgebühren, Transaktionsgebühren), Ausführungsqualität, Reporting-Qualität, regulatorische Zuverlässigkeit und technische Infrastruktur. HPM arbeitet mit ausgewählten Depotbankpartnern zusammen, die diese Anforderungen erfüllen.
Bei HPM ist das Depot stets beim Mandanten – nicht bei uns. Wir haben die Handelsvollmacht, aber das Kapital bleibt in der Sphäre des Mandanten. Diese Struktur ist für uns selbstverständlich und unverzichtbar: Sie trennt Verwaltung und Eigentum klar und schützt den Mandanten strukturell – unabhängig von unserem eigenen wirtschaftlichen Schicksal.
